Wie funktioniert der Regelenergiemarkt und warum ist er für Speicher attraktiv?
- Jenny Hanisch
- 27. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
FCR, aFRR, mFRR – der Regelenergiemarkt ist komplex, aber für Batteriespeicher eine der lukrativsten Einnahmequellen. Eine verständliche Erklärung.
Warum das Stromnetz konstant 50 Hz braucht
Das europäische Stromnetz funktioniert nur, wenn Erzeugung und Verbrauch sekündlich im Gleichgewicht sind. Jede Abweichung äußert sich in Frequenzschwankungen. Unter 49,8 Hz droht ein Blackout. Der Regelenergiemarkt sorgt dafür, dass diese Balance gehalten wird – und bezahlt Anbieter gut dafür.
Die drei Produktkategorien
FCR (Frequenzhaltungsreserve): Reaktion innerhalb von 30 Sekunden, Ausschreibung wöchentlich, europäisch koordiniert. Für Batteriespeicher ideal, da die Reaktionszeit unter einer Sekunde liegt. aFRR (automatische Frequenzwiederherstellungsreserve): Reaktion innerhalb von 5 Minuten, Ausschreibung täglich. Etwas geringere Anforderungen an Reaktionsschnelligkeit. mFRR (manuelle FRR): Reaktion innerhalb von 15 Minuten, auch Gaskraftwerke konkurrenzfähig.
Was Batteriespeicher auf dem Regelenergiemarkt verdienen
Ein 10-MW-Speicher kann durch FCR-Teilnahme Erlöse von 200.000–500.000 € pro Jahr erzielen – allein durch das Bereitstellen von Regelleistung, ohne dass der Strom überhaupt fließen muss. In Kombination mit Arbitrage und PPA-Einnahmen entsteht ein robustes Erlösprofil.
Marktzugang und Präqualifikation
Um am Regelenergiemarkt teilzunehmen, müssen Speicher beim Netzbetreiber präqualifiziert werden. Das umfasst technische Tests, Messdaten und Echtzeit-Kommunikationsanbindung. Die Solar Provider Group begleitet Projekte durch diesen Prozess und stellt sicher, dass die technischen Voraussetzungen bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.
✦ Zur Solar Provider Group: www.solarpg.de | kontakt@solarprovidergroup.com




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