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Carbon Credits und Solarstrom: Wie grüne Projekte doppelt monetarisiert werden können

  • Jenny Hanisch
  • vor 6 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Solarparks vermeiden CO₂-Emissionen – und diese Vermeidungen können unter bestimmten Bedingungen handelbar gemacht werden. Was hinter Herkunftsnachweisen und Carbon Credits steckt.


Herkunftsnachweise (HKN): Der Standard in Europa

In Europa sind Herkunftsnachweise das etablierte Instrument zur Zertifizierung erneuerbarer Energie. Für jede erzeugte MWh Solarstrom wird ein HKN ausgestellt, der am Zertifikatmarkt gehandelt werden kann. Unternehmen kaufen HKN, um ihren Stromverbrauch als 'erneuerbar' deklarieren zu können.


Carbon Credits: Unterschied zu HKN

Carbon Credits (CO₂-Zertifikate) haben einen anderen Ursprung: Sie werden für vermiedene oder gespeicherte Emissionen ausgestellt. Solarparks können unter bestimmten Methodiken (z. B. Gold Standard, Verra VCS) als CDM- oder freiwillige Kompensationsprojekte zertifiziert werden. Der Markt ist weniger reguliert als HKN, aber oft lukrativer.


Doppelmonetarisierung: Was möglich und was erlaubt ist

Achtung: Nicht jede Kombination aus HKN-Verkauf und Carbon Credit ist zulässig. Doppeltes Zählen ('Double Counting') ist regulatorisch verboten. Projektentwickler müssen genau prüfen, welche Zertifizierungsroute gewählt wird und welche anderen Einnahmequellen damit kompatibel sind.


Marktentwicklung und Ausblick

Der Markt für freiwillige Carbon Credits wächst stark, leidet aber unter Qualitätsproblemen und mangelnden Standards. Mit der EU-Regulierung (EU Carbon Removal Certification Framework) dürfte mehr Transparenz einziehen. Wer jetzt in saubere Projekte mit verlässlicher Dokumentation investiert, ist gut positioniert.


Zur Solar Provider Group: www.solarpg.de | kontakt@solarprovidergroup.com


 

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