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  • Dafina Marashi

Agri-PV aus der Nische locken

Das Fraunhofer Institut für Solar Energiesysteme (ISE) und das Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) arbeitet mit Partnern aus der Praxis, Forschung und Industrie an einem Leitbild für die Agri-PV.


„SynAgri-PV“ startete Anfang Juli 2022. Das Projekt steht für Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland. Die Laufzeit beträgt drei Jahre und das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.



Agriphotovoltaik und Ackerbau
Agri-PV über Apfelbäumen in Kressbronn (Foto: Fraunhofer ISE)

Kulturpflanzen schützen


Als neue Form der Landnutzung beschreibt die Agri-PV die gemeinsame Produktion von erneuerbarer Energie und Nahrungsmitteln auf einer Fläche. Im Vergleich zu den konventionellen Freiflächenanlagen können in einem Agri-PV System die Module hoch aufgeständert oder breiter aufgestellt sein, somit wird Landmaschinen die Unter- oder Durchfahrt ermöglicht.


Durch die Teilverschattung können negative Effekte, wie die der Verdunstung und Austrocknung vermieden werden. Die Module verschatten also zugunsten der Landwirtschaft und wirken als Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels.


Durch den Einsatz von Trackern (schwenkbare Module) kann der nötige Lichteinfall für das Pflanzenwachstum gewährt werden. Zudem sind bereits Anlagen mit integrierter Bewässerung marktreif. Zusätzlich können auf den Blühstreifen, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden, positive Effekte auf die Biodiversität erzielt werden.


Zusätzliches Einkommen


Agri-PV Anlagen sind für die Landwirtschaft deshalb attraktiv, weil sie nicht nur eine Möglichkeit bieten die heimische Landwirtschaft gegenüber dem internationalen Markt wettbewerbsfähig zu halten, sondern auch ein zusätzliches Einkommen für Landwirte generieren. Gerade auch beim Obstanbau ist ein Schutz vor Wettereinflüssen wünschenswert. Der Projektleiter am Fraunhofer ISE, Max Trommsdorff erklärt außerdem, dass „wir den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, den Druck auf die knappe Fläche Land reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterextremen und Klimawandel in verschiedenen Anbausystemen erhöhen (können).“


Es gibt Hürden zu überwinden


Auch wenn die Ausgangsituation sehr positiv ist, so gibt es bisher in Deutschland nur sehr wenige und kleine Projekte. Sehr oft liegen die Gründe dafür in den rechtlichen Rahmenbedingungen, sowie aber auch fehlende Anreize und aufwendige

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