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  • Dafina Marashi

Was hält Landwirte von Agri-PV zurück?

Flächen doppelt nutzen und eine doppelte Ernte einfahren. Was spricht denn dagegen?


Viele Bauern überzeugt die Doppelnutzung von Ackerflächen noch nicht. In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel ist die Zurückhaltung noch groß.


Die Idee kurz und knapp: Dieselbe Fläche wird auch für die Platzierung von Solarpaneelen verwendet. Entweder über oder auf der Ackerfläche mit größeren Abständen erzeugt die Anlage Solarenergie, während der Landwirt weiterhin die Flächen bearbeiten kann.


Die Skepsis rührt vom fehlenden Praxisbezug. Verständlicherweise kann ein konventioneller Landwirt sich nicht vorstellen von heute auf morgen in einem komplett anderen System seine Flächen zu bewirtschaften. Aber nicht alles Ungewöhnliche ist pauschal abzulehnen.


Es stimmt, dass aktuell nur sehr wenige und wenn, dann nur kleine Praxisanlagen im Agri-PV Stil in Deutschland vorzufinden sind. Das macht es schwer greifbar. Denn die meisten Anlagen, die in Kooperation mit dem Fraunhofer ISE bspw. errichtet wurden, sind zu Forschungszwecken da und werden daher oft isolierter betrachtet.


Dennoch ist das Potenzial für die Agri-PV in Deutschland riesig und verschiede Systeme erlauben die Kombination mit diversen Feldfrüchten und Bewirtschaftungsweisen.



Biodiversitäts-PV
Biodiversität und Sonnenenergie auf einer Fläche

Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin sieht auch die Vorteile gegenüber konventioneller PV- Anlagen, die den Anbau von Ackerpflanzen nicht ermöglichen. Des Weiteren erhalten Bauern weiterhin die EU-Zuschüsse, weil 85 % der Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Das resultiert in zwei Einkommensquellen.


Der Bauernverband begrüßt auch die Agri-PV Lösung und unterbreitet konkrete Vorschläge zur Umsetzung. Dabei sollen vor allem ertragsschwache Böden, die von Trockenheit betroffen sind oder durch leichte und sandige Strukturen geprägt sind, bevorzugt werden.


In Mecklenburg-Vorpommern steht bis dato noch keine Agri-PV Anlage, wodurch die Beurteilung erschwert wird. Viele Bauern weisen darauf, dass die erfolgreichen Praxisbeispiele aus dem Einsatz im Obst- und Gemüseanbau in Süddeutschland kämen.


Quelle: https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/energie/doppelnutzung-von-aeckern-als-solarpark-landwirte-zurueckhaltend_article1653704294.html




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