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  • Dafina Marashi

Regierung will Ackerflächen für Solar nutzen

Die Minister stellen die Weichen für die PV-Nutzung von Ackerflächen. Für den Ausbau der erneuerbaren Energien müssen mehr Flächen dafür freigegeben werden. Um den Flächenverbrauch zu minimieren, werden zukünftig Agri-PV Systeme weiter gefördert und ausgebaut. Durch diese Lösung werden auf derselben Fläche Strom und Nahrungsmittel produziert.


Gerade auf landwirtschaftlichen Flächen und landwirtschaftlich genutzten Moorböden sollen künftig mehr PV-Anlagen. Die Bundesregierung will diese Flächenkulissen daher im Rahmen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) fördern. Das Eckpunktepapier dazu haben das Wirtschafts-, Klimaschutz-, Umwelt, und Agrarministerium auf den Weg gebracht. Der Ausbau soll unter Beachtung von Naturschutzkriterien erfolgen.



Auf Äckern sollen künftig mehr Solaranlagen stehen

Diese PV-Offensive ist Teil von Habecks „Osterpaket“. Das Kabinett will bis zum Feiertag umfassende Maßnahmen zur Beschleunigung des Solarausbaus auf den Weg bringen. Es gibt ein Potenzial von bis zu 200 Gigawatt (GW) zusätzlicher PV-Leistung auf landwirtschaftlichen Flächen. Zum heutigen Zeitpunkt sind knapp 60 GW installiert. Die Steigerung soll den Klimaschutzzielen dienen und die Interessen der Landwirtschaft sowie des Naturschutzes im Auge behalten. Das Paket sieht eine generelle Erlaubnis von Agri-PV Anlagen auf allen landwirtschaftlichen Flächen vor und soll ins EEG eingepflegt werden.


Wichtig ist zudem, dass Landwirt: innen, die für ihre Flächen Agrarsubventionen erhalten, diese im Agri-PV System weiterhin bekommen, wenn die Flächennutzung für Solar nicht über 15% steigt.


Zu den Ausschlussflächen sollen Schutzgebiete, Grünland sowie naturschutzrelevante Acker- und Moorböden gehören. Landwirtschaftlich genutzte Moorböden sollen unter der Voraussetzung der „Wiedervernässung“ erlaubt sein. Die Kommunen behalten das Recht Naturschutzkriterien für ihre Flächen vorzuschreiben.


"Agri-Photovoltaik ermöglicht es unseren Landwirtinnen und Landwirten, einen Beitrag zur Versorgung mit erneuerbaren Energien zu leisten und landwirtschaftliche Nutzflächen trotzdem weiter bewirtschaften zu können.", heißt es von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.


Die Stärkung von Agri-PV Systemen wurde schon im Koalitionsvertrag der Ampel angekündigt. Der Ausbau der Erneuerbaren soll auch durch eine PV-Pflicht auf gewerblichen Neubauten und einer PV-Regel im Privatbau weitergetrieben werden. Das Ziel ist es, bis 2030, 80 % der Strombedarfs mit erneuerbarer Energie zu decken. Der heutige Stand ist bei 40 %.


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